Das Vereinstagebuch 2015
 
  Sternfreundlicher Tag der Deutschen Einheit in Peine
 
von Manuela Rockmann
 

Bei schönstem Wetter machten sich am Tag der Deutschen Einheit die Sternfreunde aus Aschersleben auf den Weg gen Westen. Ein Besuch der Partnerstadt Peine stand auf dem Programm, speziell der Besuch beim Astrostammtisch Peine. Und dieser Tag wurde bewusst dafür ausgewählt.

Wir wurden sehr herzlich durch die Sternfreunde aus Peine in der Sternwarte am Ratsgymnasium in Empfang genommen. Der Bürgermeister der Stadt Peine, Herr Michael Kessler, begrüßte uns ebenfalls und richtete ein paar Worte, auch hinsichtlich des historischen Datums, an die anwesenden Sternfreunde aus Ost und West.

Natürlich hatten wir für unsere Gastgeber auch ein paar Geschenke im Gepäck. Dem Bürgermeister wurde eine persönliche Einladung zu einer Veranstaltung der Sternfreunde überreicht. Dem Astrostammtisch Peine übergaben wir eine gerahmte Sternfeldaufnahme aus dem Sternbild Sagittarius von Uwe Wohlrab, welches in den Räumlichkeiten der Sternfreunde einen Ehrenplatz erhält.

Bei einem kleinen Frühstücksimbiss informierte Stammtischmitglied Reiner Guse über die Arbeit des Astrostammtisches. Anschließend besichtigten wir die auf dem Dach befindliche Sternwarte und konnten durch das dortige Teleskop den abnehmenden Mond am Taghimmel beobachten. Erste Gespräche unter den Sternfreunden rundeten diesen ersten Teil des Besuches ab.


Als Nächstes stand ein Stadtrundgang durch Peine auf dem Programm. Entlang des Eulenpfades erkundeten wir die Innenstadt mit seinen vielen Fachwerkhäusern. Vorbei an der Töpfers Mühle und der Evangelischen Kirche Sankt Jakobi ging es zum Historischen Marktplatz. Von dort aus schlenderten wir zum Burgpark, in welchem wir die freigelegten und restaurierten Teile der Befestigungsanlage der Burg Peine besichtigten konnten. Hier trafen aber auch Alt und Neu aufeinander. Mitten im Burggraben wurde eine moderne Sonnenuhr installiert. Dann ging es zurück zur Sternwarte.


Gemeinsam mit den Sternfreunden des Astrostammtisches ging es anschließend, gestärkt durch Currywurst und Pommes, zur Privatsternwarte Ilsede. Sein Betreiber, Wolfgang Meirich, erwartete uns schon und stellte seine Sternwarte vor.


Immer noch bei sonnigem Feiertagswetter fuhren wir weiter zur Privatsternwarte Telgte. Dort hatte dessen Besitzer, Reiner Guse, bereits ein H-alpha-Teleskop zur Sonnenbeobachtung aufgebaut. Nebenbei gab er uns Erläuterungen zu seiner Sternwarte. Frau Guse verwöhnte uns mit Kaffee und leckerem (selbstgebackenem) Kuchen.

Bei lockeren Gesprächen unter den Sternfreunden verging die Zeit bis zu unserer Abreise wie im Flug. Auch der Himmel machte jetzt Feierabend, denn Bewölkung zog auf.

Wir möchten uns bei den Sternfreunden des Astrostammtisches Peine sehr herzlich für diesen tollen Tag der Deutschen Einheit bedanken. Wir sehen uns wieder! Das wurde bereits ausgemacht.

 
     
 
     
 
  Die Mondfinsternis vom 28. September 2015
 
von Dirk Feitscher, Uwe Wohlrab und Stefanie Fischer
 
 
Dirk Feitscher schreibt (aus Aschersleben):
Am 28.09.15 begann der Erdschatten ab 3.00 Uhr, bei der von uns lang erwartete MOFI , den Mond zu verschlingen. Von 4.11 Uhr bis 5.23 Uhr war dann in der totalen Phase der „Blutmond“ zu bewundern. Dieses Phänomen entsteht nur, wenn es eine totale Mondfinsternis gibt, bei der sich der Mond in Erdnähe befindet. Dann erscheint er nämlich besonders groß.

Auf dem Feldweg des Dreihügelsbergs am Krankenhaus Aschersleben konnten rund 20 Nachtschwärmern, die unserem Angebot in der Zeitung gefolgt waren, begrüßt werden. Auch die Mitteldeutsche Zeitung war mit von der Partie. Den Artikel dazu finden Sie hier.

Beobachtet wurde mit einem Telementor, welcher als Objektiv für die Digitalkamera diente, oder einfach nur mit einer auf Stativ festgemachten Kamera; aber dann mit unterschiedlichen Brennweiten.

Der Himmel war so klar, dass man auch andere Objekte beobachten konnte. Am Osthimmel konnte Venus als Sichel gesehen werden. Dazu gesellten sich dann noch Mars und Jupiter im Sternbild des Löwen. Das Sommerdreieck verschwand langsam und Orion war super zu sehen. Auch einige Sternschnuppen wurden gesichtet. Obwohl einige Sternfreunde anschließend sofort zur Arbeit mussten, hatte sich gelohnt, früh aufzustehen. Es war ein tolles Erlebnis!
Die nächste totale Mondfinsternis über Aschersleben gibt es am 27.07.2018; mit dem Maximum um 22:22 Uhr MESZ.
 

Uwe Wohlrab schreibt (aus Schönebeck):
Die Mondfinsternis habe ich vom Hausdach aus verfolgt.
Schon der Mondaufgang war sehr schön. Als der Mond über dem Westhorizont aus dem Kernschatten trat konnte man auf der anderen Seite die Planetenparade bewundern: Venus, Mars und Jupiter zusammen mit Regulus.
 
 


Stefanie Fischer schreibt (aus Neuseeland):
Und hier noch meine Version der Mondfinsternis (Video). Leider etwas kurz, etwas spät und nicht perfekt...

 


 
  Sommersonnenwende
 
von Klaus Rockmann, Dirk Feitscher und Stefanie Fischer (Videos)
 
 


Klaus Rockmann: Am 20. Juni 2015 trafen sich Mitglieder der Sternfreunde Aschersleben e.V. zur traditionellen Sommersonnenwende am Beobachtungsplatz in Alterode. Wenn auch das Wetter nicht optimal war, hatten wir viel Spaß miteinander. Der Himmel zeigte sich immer mal Wolkenfrei, so dass einige schöne Aufnahmen entstanden.

Eine besondere Aufnahme gelang mir zum Sonnenaufgang am 21.06.2015, nach einer langen Nacht. Habe mal die erste Sonne an diesen Tag vergrößert, und siehe da, es ist mir der Grüne Blitz gelungen! Ein seltenes Ereigniss was nur zu sehen ist wenn die Sonne kurz über den Horizont steht.

 


Dirk Feitscher: Wir haben in der kürzesten  Nacht des Jahres noch viel experimentiert, aber die durchziehenden Wolken haben meine Strichspuren nichts werden lassen.
Einzig meine Aufnahmen vom Mond, Venus und Jupiter, die vom Kl Wagen mit Komet (mit Stacken 8x Bild 25s und 8x Dark mit DSS) und vom tollen Sonnenaufgang haben was gebracht.
Im Kl Wagen ist der Komet C/2014Q2 doch tatsächlich zu sehen. Hätte ich nicht gedacht.



 
  Bundesweiter Astronomietag 2015
   von Robert Malecha

„Gestern bei der Sonnenfinsternis Glück gehabt!“ - So konnte die Überschrift für den diesjährigen Astronomietag am 21.03.2015 lauten, denn nur einen Tag vorher war das Wetter für die Betrachtung der Sonnenfinsternis richtig gut. Nicht so an diesem Tag.
Dicke Wolken ließen leider keine erfolgreiche Sonnenbeobachtungen an diesem Nachmittag zu.  Doch das Planetarium eröffnet gerade bei solch einem Wetter die Möglichkeit, einem Vortrag in der Kuppel zu lauschen. Die kleineren Gäste lauschten um 14:30 Uhr einem Reisebericht von Sternfreund Michael Knippertz zum Mond und im Anschluss um 15:30 Uhr gab es für die Großen die ausgedehntere Reise bis zum Pluto und darüber hinaus von Robert Malecha.
Daneben wurden die ersten Stimmen zum Fotowettbewerb „Schönstes Astrofoto 2015“ eingesammelt, der über das Jahr im Planetarium und zeitweilig an anderen Veranstaltungsorten des Verein ausgestellt wird. An der Abstimmung können sie natürlich mitmachen, wenn sie einer uns
er weiteren Veranstaltungen besuchen.

 
 
Kuppelraum des  Planetariums  
Wieder da: Mond und Venus am Sonntagabend
     
  Die partielle Sonnenfinsternis 2015
   Bildimpressionen von Stefanie Fischer, Petra Knippertz, Matthias Reinäcker und Uwe Wohlrab
 
 
     
 
     
 
     
 
     

 
  Nach vielen Jahren: ein Polarlicht!
   von Klaus Rockmann
 

Während der Expedition auf die Faröer-Inseln zur Totalen Sonnenfinsternis am 20. März 2015 enstanden auch einige Aufnahmen von Polarlichtern.

 
  Ein Komet am Abendhimmel
   von Klaus Rockmann
 

Mit dem Kometen "C/2014 Q2 Lovejoy" ist gerade ein interessantes Objekt am Abendhimmel sichtbar. Bei einem dunklen Standort und einem klaren Himmel ist der Komet mit bloßem Auge als kleines Nebelfleckchen sichtbar. Nähere Informationen:

Die Aufnahme von Klaus Rockmann entstand am 7.1. 2015 (Krankenhausberg in Aschersleben)


 
Das Vereinstagebuch 2014
 
  Rückblick auf einen ergeignisreichen Herbst 2014
   von Manuela Rockmann

Oktober: Der 30.10.2014 ist im Kalender des Zoos Aschersleben mit dem Wort „Halloween“ versehen. Unterstützt von den Sternfreunden gab es ein buntes Programm für Groß und Klein. Dabei überraschte Sternfreund Klaus Rockmann (verkleidet als Hexer) wieder mal mit einem extravaganten Vortrag zum aktuellen Sternhimmel.
 

 

November: Als Ort für unseren Sondervortrag am 14.11.2014 hatten wir uns, wie im Jahr zuvor, wieder das Museum Aschersleben ausgesucht. Dort in der Freimaurerloge konnte die 3x3 Meter-Leinwand des Referenten Uwe Wohlrab aufgebaut werden, auf der dessen Astrofotografien aus dem zurückliegenden Jahr gezeigt wurden. Die helleren Kometen, Sternhaufen, Nebel und besondere Himmelserscheinungen standen dabei im Vordergrund.
Die Bilder entstanden dabei zumeist weit außerhalb der hell beleuchteten Städte im Fläming oder in den Alpen. Es wurde auf die Beobachtungsbedingungen und Aufnahmetechniken eingegangen. Die Alpenexkursion, der Beobachtungsplatz und die Aufnahmen dort waren ein besonderes Kapitel in diesem Rückblick. Das Erlebnis der astronomischen Beobachtung und die Schönheit des Sternhimmels wurden dem Zuschauer auf großer Leinwand näher gebracht.

 

Bereits am nächsten Tag (15.11.2014) war wieder Action angesagt. Der Tag der Familie im SFZ Ballhaus stand auf dem Programm. Wir hatten unseren üblichen Platz gleich im Eingangsbereich auf der Galerie der Arena. Dort waren wir bestens im Blick der Besucher, denn wir hatten uns wieder viele interessante Sachen ausgedacht. Es konnte gepuzzelt, Astro-Memory gespielt und Papierraketen gebastelt werden. Denn nur für eine der Aktionen erhielten die Besucher einen Stempel auf ihrem Bummelticket. Und auch der Beobachtungsabend an diesem Tag war ein voller Erfolg. Vielleicht war ja unter den Gästen jemand, der tagsüber im Ballhaus war und sich über unseren Verein sowie unsere Veranstaltungen informiert hatte.

Dezember: „Alle Jahre wieder“ hieß es in der Vorweihnachtszeit wieder für die Präsentation der astronomischen Besonderheiten des kommenden Jahres. Nach einer kurzen Vorstellung des aktuellen Sternenhimmels konnten sich am 12.12.2014 die Besucher über die himmlischen Highlights 2015 informieren. Und dabei verspricht das neue Jahr ja einige Highlights: So kann nach vielen Jahren, sowohl eine partielle Sonnenfinsternis, als auch eine totale Mondfinsternis in ihrem kompletten Verlauf beobachtet werden. Außerdem gibt es eine Reihe von interessanten Begegnungen von Himmelskörpern. Dabei stattet die Venus fast jedem anderen Planeten unseres Sonnensystems einen Besuch ab. Auch die derzeit aktivere Sonne und einige aktuelle Raumfahrtprojekte wurden in dieser Multimediapräsentation durch Sternfreund und Planetariumsleiter Matthias Reinäcker vorgestellt.

Mit einer Weihnachtsfeier am 20.12.2014 ging auch bei den Sternfreunden ein interessantes Jahr zu Ende. Neben leckerem Essen und schmackhaften Getränken sorgten die mitgebrachten Wichtelgeschenke für Weihnachtsstimmung. Vom Quietscheentchen, über Pflaster, Badezusatz, Öl, Koch- und Backbüchern, Wein, Zauberhandtüchern, bis zur Astronautennahrung war alles dabei, was sich das Sternfreundeherz schon immer gewünscht hatte. Danke an den Weihnachtsmann. Die auch mitgebrachten Knallbonbons und Tischfeuerwerke sorgten dann noch für einen runden Abschluss des Jahres 2014. Und ein Blick in den Kalender 2015 verspricht, dass es auch im nächsten Jahr wieder viele Veranstaltungen der Sternfreunde gibt, über die an dieser Stelle berichtet wird.

 
 
     
 

 

  Ein ereignisreicher Sommer 2014
   von Manuela Rockmann (Bilder: Vereinsmitglieder)
 

Am 18. Juli 2014 hatte der integrative Kindergarten Radisleben seinen Jahresabschlussausflug zu den Sternfreunden nach Aschersleben geplant. 11 Kinder, Muttis und Betreuerinnen freuten sich auf einen erlebnisreichen Nachmittag. Der Aufenthalt begann mit dem Kinderprogramm "Lisa und 1-2-3 Sterne". Die Kinder waren von der spannenden Geschichte und den tollen visuellen und akustischen Effekten vollkommen fasziniert.
Im Anschluss wurde die Sonne, mit ihren "Fusseln" und "schmutzigen Pünktchen", bestaunt. Nachdem jedes Kind noch ein kleines Geschenk bekamm, endete der Tag mit vielen zufriedenen und glücklich strahlenden Kinderaugen.

 


Der Monat August begann mit einem ganz besonderen Ereignis. Unser Vereinsvorsitzender und seine Frau, welche ebenfalls Mitglied im Verein ist, hatten am 01. August 2014 „JA“ gesagt. Die Sternfreunde ließen es sich natürlich nicht nehmen, beim Standesamt vorbeizuschauen, um dem glücklichen Paar ihre Glückwünsche zu übermitteln und sie im Hafen der Ehe zu begrüßen. Im Zusammenhang mit dieser Eheschließung erfuhren wir (über einige Ecken), dass noch eine andere Sternfreundin den Bund für´s Leben geschlossen hatte.

 

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!!!!!!!!!!

Vom 29. bis 31. August 2014 gingen wir auch wieder auf Expedition „Astrocamp“. Dieses führte uns in diesem Jahr nach Brandenburg. Im KIEZ Bollmannsruh in Päwesin ließen wir uns nieder und erkundeten von dort aus die Region. Da wir erst am Nachmittag losfuhren, nutzten wir den Anreisetag (29.08.14) nur noch zum Entspannen. Einige Sternfreunde ließen es sich nicht nehmen, die Temperatur des Sees zu testen. Da die Sonne nicht mehr auf das Wasser schien, war es ganz schön frisch. Egal! Rein in die Fluten. Herrlich erfrischend!
Danach saßen wir bei Gegrilltem noch zusammen und Sternfreundin Stefanie erzählte in Bild und Ton von ihrem 8-monatigem Aufenthalt in Chile. Und so kamen wir auch erst nach 0.00 Uhr ins Bett.

Der Samstag (30.08.14) begann mit einem tollen Frühstück. Danach ging es nach Rathenow. Optikmuseum und Optikpark standen auf dem Plan. 

Das Optikmuseum im Zentrum der Stadt begeisterte uns mit einer großen Ausstellung rund um die Optik in den letzten Jahrhunderten in der Region Rathenow.

 

Danach ging es zum Mittagessen in die „Alte Schmiede“. Von dort war es nur ein Katzensprung bis zum Optikpark. Dieser ist zwar seit 01.07. wegen der Vorbereitungen zur BUGA 2015 geschlossen, trotzdem wurden wir aufgrund Anmeldung sehr nett empfangen.
Unser Besuch begann mit einem einführenden Vortrag über die Besonderheiten des Parks. Dazu gehören ein spezieller Nachbau der Weltzeituhr und eines Leuchtturms sowie das Brachymedial- Fernrohr von Edwin Rolf.
Nach dem Vortrag gingen wir noch durch die Ausstellung, um anschließend  - inkl. eines Treffen des Maskottchens des Optikparks – den (Optik)Park anzuschauen. Dort steht nämlich das große Fernrohr. Mit viel Liebe zum Detail erklärte uns die nette Führerin alles, was man über den Park und Fernrohr wissen müsse. Wir durften sogar das Fernrohr „erstürmen“. Darf nicht jeder!!! DANKE!

   
 

Der Rückweg durch den grünen Teil des Parks war ebenfalls sehr interessant. Und danach: Essen im „Kartoffelkäfer“. Der Abend ging anschließend gemütlich im KIEZ zu Ende.

Am Sonntagmorgen (31.08.14) hieß es noch vor dem Frühstück Sachen packen. Das gemütliche Frühstück sollte einen wunderschönen Tag einläuten. Anschließend ging es nach Brandenburg an der Havel. Das Wetter war leicht regnerisch, änderte sich aber im Laufe des Tages zu herrlichem Sonnenschein. Wenn Engel reisen ...
Sternfreundin Hanka, die das Astrocamp organisiert hatte, hielt einen Stadtrundgang der besonderen Art für uns bereit. Vom Fritze-Bollmann-Brunnen führte sie uns durch „ihre“ Stadt. Vorbei an alten Stadttürmen, über die Bauchschmerzenbrücke, dem Rathaus mit dem Roland und einem Blick auf die Funkwarte und die Johanniskirche ging es zum Schiffsanleger unterhalb der Jahrtausendbrücke.

 

   
 

Von dort sollte die Stadtbesichtigung mit dem Schiff „Sirius“ fortgesetzt werden. Es ging in die verschiedenen Arme der Havel mit ihren unterschiedlichen Bebauungen (Gärten und Wohnhäuser) bis zur Regattastrecke, wo Fritze Bollmann ein letztes Mal auf uns wartete. Während der Schifffahrt stärkten wir uns mit „Radfahrerbeene“, „Ulsterknöppe“ und Märkischer Kartoffelsuppe. Nach dem Anlegen ging es zurück nach Hause. An dieser Stelle soll Hanka herzlichst für die tolle Organisation gedankt werden.

Am
06. September 2014 fand die alljährliche „Lange Nacht der Kultur“ statt. Wir beteiligten uns natürlich wieder daran, in dem wir nächtliche Beobachtungen vom Stumpfen Turm anboten.

 

Leider machte uns in diesem Jahr das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Regen verhinderte einen Aufstieg auf den Turm. Das Unfallrisiko war einfach zu hoch. Man kann halt nicht immer Glück haben ...
Mit einem Vortrag über die Sonne im 24. Sonnefleckenzyklus und der Feier anlässlich der Hochzeit vom 01.08.14 ging dieser Monat zu Ende.

Am 03. Oktober 2014, dem 24. Tag der Einheit, fand auf Initiative des Lokalrundfunks Harz-Börde-Welle und der Kulturanstalt Aschersleben der Tag der Vereine statt. Ziel war es die ehrenamtlichen Arbeit von Vereinen in ihrem „natürlichen Umfeld" zu präsentieren, die Highlights vorzustellen, die Gästen umfassend zu informieren und Interesse zum Mitmachen zu wecken. Natürlich gibt es im Landkreis die Qual der Wahl bei 120 Vereinen. 20 Vereine sind dem Aufruf gefolgt. Die Sternfreunde Aschersleben fanden diese Idee als tolle Plattform zur Präsentation und haben eine gemeinsame Aktion mit dem Planetarium des Zoos durchgeführt. Im Planetarium wurden 2 Vorträge angeboten. 14:30 Uhr „Ein Sternbild für Flappi" als Kindervortrag und für die Erwachsenen dann 16:30 „Der Mond - unser kosmischer Nachbar". Ausgearbeitet und durchgeführt wurde das durch den Chef des Planetariums der auch Mitglied bei den Sternfreunden ist. 51 kleine und große begeisterte Besucher konnten in den Vorträgen begrüßt werden.

Im Bereich vor dem Planetarium konnten die Sternfreunde bei herrlichem Sonnenschein ca. 60 Gästen den Blick zur Sonne anbieten. Mit professioneller Unterstützung durch einen Sternfreund, der auch Leiter des Sonnenobservatoriums Kupferberg in Hettstedt ist und weiteren Vereinsmitgliedern, konnten den wissbegierigen Gästen einige Phänomene auf der Sonne gezeigt und erläutert werden. Mit 2 Beobachtungsmethoden, der Projektion auf eine weiße Fläche, ähnlich einem Kinoprojektor (Foto) und der Direktbeobachtung durch ein Teleskop, welches durch einen speziellen Sonnenfilter das gefahrlose beobachten der Sonne zulässt, konnten die Besucher Sonnenflecken bestaunen. Immerhin sind die so groß wie der Erddurchmesser. Auch wurde das Basteln von flugfähigen Miniraketen und bemalen von Sternbildern an einem gemütlichen Tisch angeboten.

Um 14:30 erschienen dann 2 Reporter Lokalrundfunks der Harz-Börde-Welle zur Vorbereitung des Live Interviews. Mit Dr. Gottfried Baier, einer der Reporter, wurden in einem Vorgespräch die Reihenfolge der Personen und die Themen festgelegt:

1. Vorstellung des Planetariums, Geschichte und Möglichkeiten - Mathias
2. Sonne mit Projektion und deren Phänomene - Rocki
3. Sonne mit Direktbeobachtung und nächtliche Himmelsbeobachtung - Dirk
4. Wie ist die Akzeptanz der Ehefrauen zum Hobby - Dirk
5. Vorstellen des Vereins, Sternfreunde und Astroclub – Robert

15:00 startete dann die Livesendung, doch wo war das große Mikrofon? Wir waren dann doch etwas verwirrt, als Herr Baier die Ansage in sein Smartphone machte und dies dann dem  jeweiligen Interviewpartner unter die Nase hielt. Die Zeiten ändern sich eben, nur die Sterne nicht. Doch mit Ruhe und fachlichem Hintergrundwissen wurden die Informationen anschaulich an die Zuhörer der Sendung vermittelt. Immerhin war das eine Audioübertragung und wir haben unter erschwerten Bedingungen, im Gegensatz zu Harald Lesch, keine Wandtafel und keine Hände zur Informationsübermittlung einsetzen können. Den Tag ließen wir mit gesponserten Pfannkuchen des Dschungelkaffees und einer Tasse Kaffee ausklingen. Danke auch an die Stadtwerke Aschersleben für die personelle Unterstützung und für die
Kopien von Malvorlagen und Raketen-Bastelanleitungen. Wir konnten die großen und kleinen Besucher mit unseren Angeboten begeistern. Der Tag war ein voller Erfolg.

Am 11. Oktober hatten wir besonderen Besuch. Die Partnerstadt Peine gab sich die Ehre. Der Astrostammtisch besuchte die Sternfreunde Aschersleben. Der Tag begann mit einem Besuch des Sonnenobservatoriums Kupferberg in Hettstedt.

 

Danach ließen sich die Peiner Sternfreunde Aschersleben zeigen und besuchten zuletzt noch das Planetarium. Über den Besuch gab es auch einen Artikel in der Peiner Tagespresse, der hier nachgelesen werden kann:
 

  Das kleine Sonnenobservatorium
   von Manuela Rockmann (Bilder: Klaus und Irene Rockmann, Odette Woost, Dirk Feitscher)
 

Vor 20 Jahren und mehr als 1.500 Beobachtungen begann mein Vater, Klaus Rockmann, die sich täglich verändernde Sonne zu beobachten. Erst vom Balkon der Neubauwohnung, dann auf dem Weg, der durch den heimischen Garten führt, und jetzt aus seinem eigenen Observatorium hinterm Haus.

Auch die Beobachtungstechnik entwickelte sich weiter. Auf dem Balkon wurde nur durchs Teleskop geschaut und dann gezeichnet. Im Garten kam dann die fotografische Beobachtung dazu. Mittlerweile vergeht bei einer Beobachtung fast der gesamte Vormittag, denn sie erfolgt sowohl mit dem bloßen Auge (über eine Sonnensichtbrille) als auch mittels Fernrohren in Weiß- und H-alpha-Licht (Beobachtung, Fotografie und Zeichnung). Die anschließende Auswertung gehört ebenfalls dazu.

Auslöser für die Idee eines eigenen Sonnenobservatoriums war der ständige Auf- und Abbau der Beobachtungstechnik. Mit einem festen Unterstand könnte die Technik wettergeschützt und vollständig aufgebaut auf ihren Einsatz warten. Gesagt, getan!

Ende 2012 wurde überlegt, wie sich der Bau eines eigenen Sonnenobservatoriums umsetzen ließe und wo dieses auf dem Grundstück meiner Eltern untergebracht werden könnte. Es gab zwei Pläne. Plan A: Umbau und Nutzung vorhandener Räumlichkeiten (Abb. 1) oder Plan B: Neubau im Garten. Abschließend entschieden sich meine Eltern für Plan B.

Und so begannen im März 2013 die Vorbereitungen für den Bau des Observatoriums mit der Beschaffung einer Säule und deren Herrichtung. Im Mai 2013 gingen dann die Bauarbeiten los (Abb.2).

 

 
Abb. 1   Abb. 2
 
Abb. 3   Abb. 4

Der ehemalige Wäscheplatz meiner Mutter wich einem neuen Betonfundament, in das die Säule integriert wurde. Da über das Aussehen des Observatoriums noch keine klare Vorstellung herrschte, wurde, nach Fertigstellung des Untergrundes, dem ganzen Projekt aber schon mal ein Name gegeben. Im Rahmen eines Vereinsabends der Sternfreunde Aschersleben – dort ist mein Vater seit vielen Jahren Mitglied – erfolgte im Juni 2013 die offizielle Namensgebung: SONNENOBSERVATORIUM KUPFERBERG (Abb. 5). Der Name sollte unbedingt eine Verbindung zwischen Astronomie und Heimatverbundenheit darstellen. Meine Eltern wohnen nämlich auf dem Kupferberg in der Kupferstadt Hettstedt in Sachsen-Anhalt. Über das Bauvorhaben berichtete auch die örtliche Tagespresse in einem großen Artikel.

Abb.5

Weiterhin gab es immer noch keine Klarheit über das Aussehen „der Hütte“. Aus welchem Material sollte das Ganze bestehen? Selbstbau oder Fertigteile? Wie sollte das mit dem Öffnen des Daches funktionieren? Alles Fragen, die sich meine Eltern stellten und die erst im November 2013 beantwortet werden konnten. Ein Metallbauunternehmen aus dem Landkreis Mansfeld-Südharz unterbreitete die passende Vorlage und begann Anfang Dezember 2013 mit dem Bau (Abb. 2-3). Das milde Winterwetter ließ ein schnelles Vorankommen zu und so konnte mein Vater am 25.12.2013 seine erste Beobachtung in seinem Sonnenobservatorium durchführen.
Bereits vor der offiziellen Eröffnung des Sonnenobservatoriums kamen die ersten Gäste. Darunter waren neben der Familie auch Nachbarn und Freunde sowie Schüler und Lehrer des Hettstedter Humboldt-Gymnasiums.

 
Abb. 6   Abb. 7

Am 06.07.2014, dem 20. Jahrestag seiner ersten Sonnenbeobachtung, wurde in Anwesenheit eines Pressevertreters der Mitteldeutschen Zeitung (Abb. 6) und des Pfarrers der St. Jacobi-Kirche in Hettstedt und zusammen mit Sternfreunden aus Aschersleben, Quedlinburg und Magdeburg das Observatorium feierlich seiner Bestimmung übergeben (Abb. 7). Die Sonne wollte an diesem Tag natürlich auch dabei sein. Sie strahlte daher ohne Unterlass.

Interessanete Links zum Sonnenobeservatorium:    
"Der Sternekoch" (Mitteldeutsche Zeitung vom 17. Mai 2013)  
"Blick vom Garten ins Weltall" (Mitteldeutsche Zeitung vom 7. Juli 2014)  
Sonnenobservatorium Kupferberg Hettstedt  

 
  Voller Einsatz am Astronomietag
   von Manuela Rockmann (13.05.2014)

Unser Astronomietag stand unter dem Motto: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“. Durch Besucher des Zoo Aschersleben wurde angeregt, dass der dortige Planetenweg mal wieder eine Generalüberholung nötig hätte. Im Verein wurde darüber diskutiert und eine Putzaktion in Aussicht gestellt. Wie es das Schicksal wollte, hatte der Verschönerungsverein Aschersleben seinen alljährlichen Frühjahrsputz genau auf den Tag der Astronomie gelegt.

In Absprache mit Planetarium, Zoo und Verschönerungsverein wollten wir daher diesen Tag für die Säuberung des Planetenweges nutzen. Gesagt, getan. Bewaffnet mit Putzeimern, Bürsten und Farbe brachten wir am Vormittag die Sonne und die neun Planeten(säulen) wieder zum Glänzen und Strahlen.

Als weitere Aktion zum Astronomietag boten wir um die Mittagszeit eine Beobachtung mit dem Fernrohr auf dem Marktplatz in Aschersleben an. Die dort diensthabenden Sternfreunde wurden bereits erwartet. Das Wetter ließ sogar eine Beobachtung der Sonne zu. Für Mond und Venus war das Wetter allerdings nicht günstig.

Für den Nachmittag hatten wir uns ein astronomisches Programm ausgedacht. Leider konnten wir vor dem Planetarium keine Sonne beobachten, da eine dichte Wolkendecke den Blick zum Himmel nicht freigab. Blieben uns also nur noch die Vorträge im Planetarium. Die kleinen Besucher wurden mit einem Kinderprogramm vom Sternhimmel begeistert. Für die großen gab es im Vortrag „Weltraumwüste Mars“ einen Einblick in die Besonderheiten unseres äußeren Nachbarplaneten. Zum Abschluss des Astronomietages wurde der aktuelle Sternhimmel in der Kuppel des Planetariums gezeigt und eine Vorschau auf den nächsten Vortrag zum Thema „10 Jahre Cassini“ gegeben. Der Beobachtungsabend musste wegen Bewölkung leider ausfallen. 

 
 
     
 
     
 
     
  Supernova, Mond und Jupiter
   von Robert Brunngräber (10.02.2014)
 

Auch ich habe mir dir Supernova vorgeknöpft und ich bin recht zufrieden mit dem Ergebnis. Aufgenommen habe ich in der Innenstadt von Jena mit dem 15cm Coudé-Refraktor heute Abend (10.02.2014) ca. 00:00 bis 00:30 Uhr. Das Bild besteht aus 15 Einzelbildern zu je einer Minute Belichtungszeit, außerdem habe ich noch ein Darkframe abgezogen (die Kamera hat echt ne ganze Menge toter Pixel). Der Mond hat etwas gestört und die Nachführung lässt stark zu wünschen übrig (für ein fest montiertes Teleskop zumindest). Die schwarzen Schlieren sind Dreck auf dem Sensor! 

Weiterhin habe ich noch ein schönes Mondbild im Januar gemacht sowie einen Versuch Jupiter zu fotografieren. Leider habe ich momentan keine Möglichkeit mit Okularprojektion zu arbeiten, daher ist Jupiter etwas klein. Habe heute auch Mars geknippst,  aber bei dem ist es ohne Okular noch viel sinnloser...

         
   

 

  Supernova im Großen Wagen
   von Dirk Feitscher (02.02.2014)


Nachdem wir von der Supernova SN2014J in der Galaxie M82 im Großen Wagen gehört hatten, wollten wir diese mit unserer Technik natürlich nachweisen.
Leider spielte das Wetter / Freizeit / innerer Schweinehund einige Tage nicht so richtig mit. Aber am Freitagabend den 31.01.2013 rissen die Wolken auf. Schnell wurde telefoniert und ein Beobachtungsabend im Sonnenobservatorium Kupferberg in Hettstedt vereinbart. Ein wenig Dunst in der Luft und eine „wunderbare“ Straßenbeleuchtung die diesen beleuchtete, beeinträchtigten die Sicht doch nicht unerheblich. Eine Stunde später wurde Klaus sein Teleskop 100/1000 auf der GPDX in Stellung gebracht. Mit dem Telrad wurde die Position angepeilt, durch das 40er Okular ein wenig hin und her geschwenkt und da waren die Galaxien M81 und M82 im Okular bei 25 facher Vergrößerung zu sehen. Dann wurde mit dem 20er auf 50 fache Vergrößerung umgestellt. Tatsächlich leuchtete, bei etwas indirektem Blick, mitten in der „Zigarrengalaxie“ M82 deutlich ein heller Lichtpunkt an einer Stelle wo eigentlich keiner hingehört.
Nun musste das ganze natürlich noch für das Vereinsalbum fotografiert werden. Schnell wurde die EOS mit Teleobjektiv auf Klemmstativ und Kugelkopf an die Gegengewichtsachse montiert. Nach einigen Probeschüssen mit 60s Belichtung waren die Galaxien mitten im Bild zu sehen und beim Hereinzoomen in das Bild konnte auch das Leuchten der Supernova dokumentiert werden.
Wenn man sich vorstellt dass das Licht des explodierten Weißen Zwergs (Typ 1a) seit 12 Millionen Jahren zu uns unterwegs ist? Aktuell sagen die Spezialisten hat die Nova eine Helligkeit von 11 Mag und das Zeug bis zu 9 Mag.

 

31.01.2014: Fotografie von Dirk Feitscher

31.01.2014: Zeichnung von Klaus Rockmann

  Das Jahr fängt gut an!
   von Klaus Rockmann (08.01.2014)


Am 07. Januar konnte ich meine erste Sonnenbeobachtung im Weißlicht durchführen, das war ein Knaller! Ich wusste zwar was mich erwartet, denn die große Gruppe konnte ich schon ein Tag vorher mit dem bloßen Auge sehen. Am 7. dann sogar zwei Flecken mit dem Auge. Daher war ich gespannt wie die Gruppe wohl im Teleskop aussieht? So eine große Gruppe hatten wir schon lange nicht mehr, und schon gar nicht in diesen eher ruhigen 24. Zyklus.

Also wer die Möglichkeit hat, der hole seine Sonnenfinsternisbrille raus und schaue sich den Fleck an. Denn man kann die Gruppe in zwei Flecken auflösen Habe heute noch versucht die Sonne beim Sonnenuntergang zu erwischen, aber leider die Wolken ließen keine Aufnahme zu. Ein paar Tage werden wir den Fleck ja noch sehen, nur das Wetter muss mitspielen.